[Oben angepinnt] Berichte von Betroffenen: Impfung, Nebenwirkungen und Verlauf
UPDATE
Hallo zusammen. Kurzes Update
Der WZ Artikel ist neu, leider hinter eine4 bezahlschranke.
Und ich war in der Bildzeitung.
und RTL will mit mir drehen
15.08 1. Biontech Impfung, seit 18.08
Schwindel, Benommenheit, Schwäche in Beinen und Arme, Erschöpfun, zucken in den Händen, Kopfschmerzen, Fatigue , MRT Kopf wurden Läsionen entdeckt, Lumbalpunktion erhöte Eiweiß und Oligoklunale Banden Positiv, alles ohne Besserung, und am 30.11 Termin beim Anwalt wegen Schadensersatzklage.
Ich wollte hier noch Mal über meinen Verlauf berichten und denjenigen Mut machen,die Rückschläge/Symptomverschlimmerung bei Infekten haben.
Vor einem halben Jahr hat mich ein Mini Infekt noch völlig aus der Bahn geworfen und für eine monatelange Verschlechterung gesorgt. Jetzt bin ich wieder krank, Husten, ziemliche Halsschmerzen, und ich merke außer das normale krankheitsbedingte Schlappheitsgefühl keine Verschlechterung. Kein Kribbeln, keine Brennschmerzen, keinen Crash. Habe sowieso das Gefühl,dass es gerade langsam besser wird und hoffe natürlich auch dieses Mal,dass die Verbesserung bleibend ist. Also nicht aufgeben, die Zeit und viel (sehr viel) Ruhe sind aus meiner Perspektive ein starker Faktor.
1. Impfung AZ März 21. Kribbeln, Taubheitsgefühle, Atemnot, Herzrasen, Schwindel, Muskelschmerzen, Nervenschmerzen, Übelkeit, Benommenheit,Fatigue.
8/22: nur noch Kribbeln, Taubheitsgefühle, Benommenheit, Belastungsintoleranz.
12/22: nur noch vereinzeltes Kribbeln im der Zunge, tageweise Belastungsintoleranz
5/23 nur noch sehr selten Kribbeln in der Zunge
Vielleicht ist das für einige von Interesse
03/2021 Astra Zeneca: Nach 3 Wochen Starkes Brennen in den Beinen, 07/2021 Biontech: wieder schleichender Beginn: Starke Muskelschmerzen, Schwäche und zittriges Gefühl in Oberschenkel, Oberarme, Brust. Brustdruck,Vibrieren, Herzrasen/Stolpern mit erhöhtem Blutdruck und Puls besonders in Ruhe, also nachts. Zeitweise Schwindel. Konzentrationsschwäche, Parästhesien am ganzen Körper.
Hallo ihr Lieben,
Nach langem Lesen im Forum und vielem Ausprobieren melde ich mich heute zum ersten Mal.
Ich bin 31w, habe zwei junge Kinder (1 und 3), bin glücklich verheiratet, und habe mich rasch nach der Geburt meines 2. Kindes impfen lassen (Juli, und September, beides BioNTech). Nach der Impfung nur extreme Armschmerzen, und leichtes Kopfweh. Ab Ende September ging es los mit extremem Schwindel (fast 24/7 bzw. stundenlang tagsüber), Herzrasen, Panik/enge Brust, schweres Luftholen. Später dann Kribbeln am Hinterkopf, brennende Nervenschmerzen entlang des Nackens, Oberarmschmerzen, Muskelschmerzen in der Wade, und seit kurzem komische Bewegungen im oberen Bauchraum bzw. Schmerzen bei Druck auf den Bauch-Muskel (?).
Im Mai hatte ich meine 1. und einzige Covid Infektion, die mich ganz schön erwischt hat. Als komisches Symptom hatte ich dabei ein Taubheitsgefühl auf der Zunge für 2 Tage ca. (wie wenn man unreife Ananas gegessen hat). Seit 2-3 Wochen habe ich das wieder, und es geht nur Stunden-bzw selten Tageweise weg. Hatte das schon jemand? Ich teste aber negativ. Auf meiner Suche im Forum bin ich hierbei nicht wirklich auf etwas gestoßen. Zudem hab ich Taubheitsgefühle (aber keine Schmerzen) in den Fingerspitzen, und manchmal Zehen.
Mein Hausarzt lies aufgrund meiner Beschwerden im Herbst 2021 neurologisch alles abklären, inkl. EEG, MRT, neurologische Untersuchungen, EKG, Blutbild. Dabei kam (wie auch bei fast allen von euch) nichts raus. Mit viel Physiotherapie (bzw Osteopatie - probiert euch durch wenn euch der Therapeut nicht zusagt!), Übungen um den Vagus-Nerv zu stimulieren (Kalt duschen, Atemübungen, Gurgeln, Singen,..), und Nahrungsergänzungsmitteln hatte ich meine Symptome ganz gut im Griff. Selbst histaminarme Ernährung hatte ich für 2 Monate streng durchgezogen (mMn ohne große Auswirkung). An manchen bzw. bald vielen Tagen waren meine Symptome ganz weg, und ich war schon dran hier meine Erfolgsgeschichte mitzuteilen.
Die Beschwerden mit meiner Zunge sind aber so präsent, und so komisch, dass ich mich hier an euch wenden muss. Mein Arzt hat wieder Blut abgenommen, war aber sonst an keiner Diagnose oder Untersuchung interessiert. Er meinte nur, dass Covid Nervenentzündungen aller Art hervorbringt, und er Patienten mit unterschiedlichsten Langzeit-Beschwerden hat.
Wenn jemand auch Zungentaubheit oder Zungenkribbeln bzw. Zungenbrennen hat, bitte meldet euch. Ging es weg? Wurde etwas diagnostiziert?
Danke an dieses tolle Forum, all eure Tipps, und den regen Austausch, von dem ich selbst bereits so viel profitieren konnte. ❤️
Seit 2. BioNTech 09/21:
- Schwindel für mehrere Stunden pro Tag
- Herzrasen (wieder weg)
- Brustenge (wieder weg meistens)
- extreme Verspannungen HWS u Rücken
- Kribbeln am Hinterkopf (wieder weg)
- Nervenschmerzen seitlich am Hals zum Hinterkopf hin (weg)
- Wahrnehmungsstörungen (kommen und gehen)
- Wortfindungsprobleme (weg)
- Wadenschmerzen im linken Bein
- Brennen/Kribbeln auf Fußsohlen u Handflächen; Taubheit/Kribbeln auf Zunge;
- Darmprobleme (Druckschmerzen im Oberbauch)
derzeitige Symptomatik 06/23:
- vereinzelte Tage/Stunden mit Schwindel (war zT monatelang fast weg)
- Kribbeln auf Fuß-und Handflächen oft (primär wenn ich liege)
- Verspannungen im Rücken Unerwarteter Bandscheibenvorfall ohne Vorgeschichte 01/23; musste operiert werden.
- Druckschmerzen im Oberbauch fast täglich; ohne Befund. Zusätzlich Verdauungsbeschwerden
- Hoher Ruhepuls
Hi, ja immer wieder wurde auch von anderen hier über Taubheitsgefühle, Brennen, Kribbeln im Mund, Zunge, Lippen berichtet. Diese Symptome fingen bei mir noch im Impfzentrum an. Ich war gleich nach der 1. Impfung davon betroffen, zusammen mit Taubheitsgefühlen in der rechten Gesichtshälfte. Bin mittlerweile in Monat 17. Ich hatte / habe seit Monaten Taubheit, Brennen, Kribbeln auf der Zunge, Lippen. Geschwollene Zunge, mit weißem Belag (kein Pilz), Wunder Zunge, rote Bläschen drauf. Auch in Schüben, am Anfang Dauerzustand. Es wird weniger, aber wie bei allen Symptomen, Ruhe und viel viel Geduld. Aber es wird weniger. Ganz weg ist es bei mir nicht.
2x Moderna Juni/Juli 2021, 2x Corona Infektion
Taubheitsgefühle, Brennen, Kribbeln, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Belastungsintoleranz, PEM, Erschöpfung, Atemnot bei Belastung, Gürtelrose, Herpes Simplex, EBV Reaktivierung, Herzrasen, Verdacht auf POTS, Schwindel, Beinschwäche/Gangunsicherheit, schmerzende Lymphknoten, Schmerzen rechtes Auge, Sicca Symptomatik, ME/CFS, Histaminintoleranz, Mastzellaktivierung, Mitochondriopathie, Konzentrationsprobleme
@aste puh, danke für die Rückmeldung. Das mit Kribbeln und Taubheit hatte ich oft gelesen, aber nicht im Zusammenhang mit der Zunge. Das Kribbeln, das ich zB am Hinterkopf oft habe fühlt sich ganz anders an.
Ich hoff, dass das keine so langwierige Geschichte wird, wie bei meinem Schwindel, aber wer weiß das schon. Zumindest eine Aussicht auf Besserung ist schon positiv.
Hast du eine Verschlechterung deiner Symptome (Zunge/Mund) im Zusammenhang mit gewissem Essen/Trinken bemerkt, oder könntest du da keine Verbindungen herstellen?
Seit 2. BioNTech 09/21:
- Schwindel für mehrere Stunden pro Tag
- Herzrasen (wieder weg)
- Brustenge (wieder weg meistens)
- extreme Verspannungen HWS u Rücken
- Kribbeln am Hinterkopf (wieder weg)
- Nervenschmerzen seitlich am Hals zum Hinterkopf hin (weg)
- Wahrnehmungsstörungen (kommen und gehen)
- Wortfindungsprobleme (weg)
- Wadenschmerzen im linken Bein
- Brennen/Kribbeln auf Fußsohlen u Handflächen; Taubheit/Kribbeln auf Zunge;
- Darmprobleme (Druckschmerzen im Oberbauch)
derzeitige Symptomatik 06/23:
- vereinzelte Tage/Stunden mit Schwindel (war zT monatelang fast weg)
- Kribbeln auf Fuß-und Handflächen oft (primär wenn ich liege)
- Verspannungen im Rücken Unerwarteter Bandscheibenvorfall ohne Vorgeschichte 01/23; musste operiert werden.
- Druckschmerzen im Oberbauch fast täglich; ohne Befund. Zusätzlich Verdauungsbeschwerden
- Hoher Ruhepuls
Ein richtiges Muster kann ich nicht erkennen, es kommt in Schüben. Ich habe auch am restlichen Körper die Taubheitsgefühle und Brennschmerzen.
Aber tatsächlich nach Histamin habe ich ab und zu einen Zusammenhang bemerkt. Nach Erdbeeren oder Käse z.B. wurde es schlimmer. Mittlerweile versuche ich sehr auf Histamin zu achten. Probiere, ob dir Antihistaminikum hilft, ob es die Beschwerden lindert, Lorano, Ceterizin, sowas... Alles Gute!
2x Moderna Juni/Juli 2021, 2x Corona Infektion
Taubheitsgefühle, Brennen, Kribbeln, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Belastungsintoleranz, PEM, Erschöpfung, Atemnot bei Belastung, Gürtelrose, Herpes Simplex, EBV Reaktivierung, Herzrasen, Verdacht auf POTS, Schwindel, Beinschwäche/Gangunsicherheit, schmerzende Lymphknoten, Schmerzen rechtes Auge, Sicca Symptomatik, ME/CFS, Histaminintoleranz, Mastzellaktivierung, Mitochondriopathie, Konzentrationsprobleme
@gabriella ahoi, ich habe immer wieder Zunge brennen, habe ich keinen Muster und nichts bemerkt, ob ich auf etwas reagiere, sieht gestern habe ich wieder sowas wie brennen, aber vorgestern habe ich nichts aussergewöhnliches gegessen, so keine Ahnung ob es daran liegt. Das brennen ist mal weg, mal kommt.
Stand März 2023: EMG beide Beine vorne, Oberarm, kinn, Zunge alles ok. zucken wie gehabt, Waden Füsse ohne Pause seit 16 Monaten. Mitte im Zyklus schlimmer, aber auch sonst schlimmere Zeiten. Neurologe Dezember: keine klinische schwäche. Herz: ruhezustand ok, aber bei Belastung spielt verückt. Nebenzufallbefund: kleines Loch im Herz/angeborenes Herzfehler. Hände schlafen in der Nacht weniger ein!! eng: rechts ellenbogennervklemme. Immer wieder kribbeln, vibriren-das ist nicht sichtbar. Dao wert 3,6. Histaminwert und trypthtase ok. Schlafprobleme: gebessert!!!! Gewicht im Griff. Nachtschwitzen immer wieder da.
2te moderna 06.10.2021, seit dem: Herzrasen, jetzt (August) selten, herzstolpern, nachtschwitzen nicht mehr da, schlafstoerungen, kribbeln, MUSKELNZUCKEN als nervigste Beschwerde, weil mit viel Angst verbunden durch googeln, klinisch nicht bestaetigte Schwäche im li arm, eisenmangel(im griff), um die Hälfte reduzierten leukozyten seitdem aber stabil sogar Verbesserung ! Echokardiohrafie: im November nichts, im Februar Korona, im Juni; Mitral und Trikuspidalklappeninsuffizienz leichtes Grades, ekgs, holter ohne Befund, Kopf und Hals MRT : vereinzelten gliosenherde als unauffällig eingestuft, crp immer ok, nadelemg unauffällig bis fascykulationen-befund BFS.
Hallo, das hab ich im Internet gefunden. Vielleicht kann ich den einen oder den anderen vielleicht helfen.
Myalgische Enzephalomyelitis/chronisches Müdigkeitssyndrom (ME/CFS) ist eine schwere Erkrankung, die durch postexertionale neuroimmune Erschöpfung (PENE) gekennzeichnet ist, begleitet von neurologischen, immunologischen, gastrointestinalen (GI) und mitochondrialen Störungen (1). Die globale Prävalenz von ME/CFS beträgt ∼1% und betrifft 17 bis 24 Millionen Menschen (2). ME/CFS ist nicht nur in der Symptomdarstellung heterogen, sondern auch in Krankheitsbahnen, die sich verschlechtern, plateauieren, verbessern oder schubförmig-remittierend sein können. Etwa 25% der Patienten mit ME/CFS gelten als schwer und sind an ihre Häuser gebunden. Obwohl die Ätiologie von ME/CFS schwer fassbar ist, berichtet ein großer Teil der Patienten (∼60%) über einen postinfektiösen Beginn, z. B. nach einer Epstein-Barr-Virusinfektion (3). Das jüngste Auftreten einer chronischen postinfektiösen Erkrankung, genannt Long Covid, überschneidet sich erheblich mit ME/CFS bei immunologischen, mitochondrialen und neurologischen Funktionsstörungen (4). Diese Ähnlichkeiten haben zu einem erhöhten Interesse und einer zunehmenden Akzeptanz von ME/CFS als Krankheit geführt und können die Forschung, die Entwicklung eines diagnostischen Tests und pharmakotherapeutische Interventionen bei ME/CFS stimulieren, die auf Long Covid angewendet werden können.
Neurologische Störungen wie kognitive Beeinträchtigungen, autonome Dysfunktion, veränderte Schmerzen und sensorische Wahrnehmung sowie Schlafstörungen sind für die Diagnose von ME/CFS unerlässlich und werden häufig bei Long Covid berichtet (siehe Abbildung). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stubt ME/CFS als eine Erkrankung des Nervensystems ein. Die Neurobildgebung von ME/CFS-Patienten hat anatomische, neurochemische und funktionelle Veränderungen des Gehirns aufgedeckt. Zum Beispiel fand die Gehirn-Magnetresonanztomographie (MRT) globale Veränderungen des grauen und weißen Substanzvolumens sowie Unterschiede im kortikalen und subkortikalen regionalen Volumen bei ME/CFS-Patienten (5). Eine beeinträchtigte Hirnstammverbindung, die mit der funktionellen MRT (fMRT) und der Regression der weißen Substanz identifiziert wurde, war mit Messungen des autonomen Nervensystems (ANS) bei ME/CFS verbunden, einschließlich Schlafstörungen und Atemfrequenz, die zu anderen Symptomen führen können, einschließlich Schmerzen, Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie sensorischer und Solche neurologischen Symptome werden auch häufig von Long Covid-Patienten berichtet, und die MRT des Gehirns hat höhere Graustoffvolumina in Hippocampi gezeigt, die mit Gedächtnisverlust korrelierten, ein Ergebnis, das auch in ME/CFS berichtet wurde (4). Insgesamt ist der zugrunde liegende Mechanismus, der zu diesen MRT-Ergebnissen führt, unklar. Dennoch sind MRT und fMRT wichtige Techniken, um die Pathologie von ME/CFS sowie Long Covid aufzuklären.
Viele ME/CFS- und Long Covid-Patienten berichten über Magen-Darm-Symptome, einschließlich Bauchschmerzen, Übelkeit, Verstopfung und Durchfall im Zusammenhang mit Veränderungen der Motilität (bei denen die Aktivität der Nerven und Muskeln des Magen-Darm-Trakts beeinträchtigt ist) und Dysbiose (unausgewogene Darmbakterien) (7) Es wird vorgeschlagen, eine dysregulierte Darm-Hirn-Signalisierung zu spielen, um eine Rolle bei der neurologischen Dysfunktion zu spielen, die bei Patienten mit ME/CFS beobachtet wird. Zum Beispiel kann die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und g-Aminobuttersäure durch enteroendokrine Zellen durch Darmbakterien durch die Produktion von Neurotransmitter-Vorläufern stimuliert werden, die das Gedächtnis, die Kognition, die Stimmung und den Schlaf beeinflussen können (8). Dies erklärt jedoch keine anderen Symptome wie neurosensorische und autonome Dysfunktionen. Stattdessen betont das Vorhandensein einer Magen-Darm-Dysregulation durch vorgeschlagene Störungen des Magen-Darm-Nervs und damit die glatte Muskelaktivität die Einbeziehung einer beeinträchtigten ANS-Regulierung in die Symptomatik von ME/CFS. Doch GI-Symptome und Reizdarm sind nicht spezifisch für ME/CFS. Eine Analyse berichtete, dass die Rolle von Dysbiose und Durchlässigkeit der Darmbarriere bei ME/CFS und postinfektiösen Syndromen unklar bleibt und die Ergebnisse oft eindeutig sind. Daher sind weitere Untersuchungen mit größeren Kohorten und konsistenten Einschlusskriterien erforderlich; verwirrende Variablen wie Reizdarmerkrankungen sollten ebenfalls berücksichtigt werden (7, 8).
Crosstalk zwischen dem Nerven-, GI- und Immunsystem wurde in anderen postinfektiösen Krankheitszuständen wie Long Covid berichtet. Pathologische Wechselwirkungen zwischen Magen-Darm-Störungen und dem Immunsystem können sich aus der Translokation immunogener Bakterien in den Blutkreislauf von ME/CFS-Patienten ergeben (9). Immunfunktionsstörung ist ein Schlüsselmerkmal von ME/CFS, und viele Symptome deuten auf eine chronische Immunaktivierung hin - zum Beispiel anhaltende Halsschmerzen, zarte und vergrößerte Lymphknoten und Fieber. Die konsistenten Ergebnisse der Immunfunktionsstörung, die durch Aberrationen in Funktion und Anzahl der B- und T-Lymphozyten und natürlichen Killerzellen (NK) nachgewiesen werden, deuten darauf hin, dass ME/CFS besser als Neuroimmunerkrankung eingestuft wird (4). Es wurde auch vorgeschlagen, dass ME/CFS eine Autoimmunerkrankung ist (10). Eine kleine Anzahl von Studien an ME/CFS-Patienten berichtete über Autoantikörper an neuroendokrinen Rezeptoren und erhöhte CD20+- und CD21+-B-Lymphozyten, die beide häufig bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen erhöht sind (10). Es wurden keine zusätzlichen Hinweise auf ME/CFS als Autoimmunerkrankung berichtet. Darüber hinaus fanden in einer großen ME/CFS-Kohorte klinische Studien, in denen B-Lymphozytenmangel verwendet wurde, keine Verbesserung der Symptome (11). Veränderungen der Oberflächenrezeptoren, lytischen Proteine, Degranulation, Proteinkinase-Phosphorylierung und Zytokinproduktion deuten darauf hin, dass die Erschöpfung von Immunzellen eine Rolle bei den immunologischen Symptomen von ME/CFS spielt, einschließlich der Anfälligkeit für Infektionen (12). Insbesondere spielt die T-Lymphozytenerschöpfung auch eine Rolle bei der Genesung von COVID-19 und ist mit schwereren Ergebnissen für COVID-19-Patienten verbunden, und sie bestehen weiterhin bei Long Covid. Der einzige konsistente immunologische Befund bei ME/CFS-Patienten ist die eingeschränkte Zytotoxizität von NK-Zellen, die weiter untersucht werden sollte, um die Pathologie von ME/CFS (12) zu verstehen.
Es wurde vorgeschlagen, dass Immunfunktionsstörungen, kognitive und GI-Störungen sowie PENE bei ME/CFS und Long Covid zumindest teilweise mit mitochondrialer Dysfunktion in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören Veränderungen der mitochondrialen Struktur, der DNA, des Membranpotenzials, der Atemfunktion, der reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), der antioxidativen Verteidigung, der Metaboliten und Coenzyme in Plasma, Urin, mononukleären Zellen im peripherem Blut (PBMCs) und isolierten Immunzellen (9, 13). Veränderungen der Metabolitenkonzentrationen deuten auf Störungen der Zellenergieproduktion hin (9, 13). Umgekehrt blieben die mitochondrialen Adenosintriphosphatkonzentrationen (ATP) und die absoluten ATP-Syntheseraten bei PBMCs von ME/CFS-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollen unverändert (9). Diese Ergebnisse werden durch die Einbeziehung von Patienten begrenzt, bei denen anhand von Kriterien mit geringer Empfindlichkeit für ME/CFS diagnostiziert wurde. Es wird angenommen, dass mitochondriale Störungen sowohl bei Long Covid als auch bei ME/CFS zum Verlust der Zellaktivität beitragen. Zum Beispiel zeigen Lymphozyten eine beeinträchtigte oxidative Phosphorylierung und eine erhöhte ROS, was zur Immunerschöpfung beiträgt. Weitere Forschung ist jedoch erforderlich, um die mitochondriale Dysfunktion als Biomarker für Krankheiten bei Patienten mit ME/CFS zu validieren, da die aktuellen Beweise nicht ausreichen, um die Ursache zu bestimmen.
Ein überlappendes Merkmal dieser Störungen des Nerven-, GI- und Immunsystems ist die Calcium-Signalisierung (Ca2+). Ca2+ ist ein universeller zweiter Botenstoff, der zahlreiche biologische Prozesse in allen Zelltypen beeinflusst (9). Transiente Rezeptorpotentialkanäle (TRP) sind eine Superfamilie von nicht selektiven Ionenkanälen mit hoher Permeabilität für Ca2+. Insbesondere werden TRP-Kanäle weithin durch Zellen exprimiert, aus denen mehrere Organsysteme bestehen, einschließlich des Nerven-, Bewegungsapparates, Herz-Kreislauf- und GI-Systems, die alle mit Symptomen verbunden sind, die von ME/CFS- und Long Covid-Patienten berichtet werden. Das Auftreten von ME/CFS als Folge einer abnormalen Ionenkanalfunktion (einer Kanalopathie) gewann in den 1990er Jahren Interesse, und in letzter Zeit waren TRP-Ionenkanäle nicht nur an ME/CFS, sondern auch an der Pathologie von Long Covid beteiligt (4). Es wurde festgestellt, dass Einzelnukleotid-Polymorphismen die TRPM3-Ionenkanalfunktion (auch Melastatin genannt) und die Ca2+-Mobilisierung in NK-Zellen von ME/CFS-Patienten beeinträchtigen (9, 12). Eine beeinträchtigte TRP-Kanalfunktion und Ca2+-Signalisierung behindern wahrscheinlich die Zell- und mitochondriale Funktion, was zu kognitiven, Immun- und GI-Manifestationen führt. Es gibt kein Tiermodell von ME/CFS; daher bieten NK-Zellen ein zugängliches Zellmodell, mit dem die TRP-Pathologie in vitro untersucht werden kann. Änderungen in TRP-Ionenkanälen müssen jedoch noch als zugrunde liegende Ursache für ME/CFS validiert werden.
Die Schwierigkeit, den Mechanismus von ME/CFS zu identifizieren, bedeutet, dass es begrenzte international anerkannte Behandlungen für Patienten gibt. Rintatolimod ist ein immunmodulatorisches Medikament, das off-label verwendet wird, um die Zytotoxizität von NK-Zellen bei ME/CFS wiederherzustellen, um Symptome im Zusammenhang mit Immunerschöpfung wie anhaltende Halsschmerzen und zarte Lymphknoten zu verbessern. Da jedoch bei ∼40% von 412 Patienten in mehreren klinischen Studien nur leichte Verbesserungen berichtet wurden, hat Rintatolimod in den Vereinigten Staaten die Bezeichnung von Orphan Drug erhalten und ist für schwere Fälle von ME/CFS in begrenzten Ländern zugelassen (11). Andere Behandlungsinterventionen umfassen antivirale Mittel, Immunmodulatoren, Analgetika, Nahrungsergänzungsmittel, kognitive Verhaltenstherapie und abgestufte Bewegungstherapie, um bestimmte Symptome zu bekämpfen. Aber eine Überprüfung berichtete über unzureichende Beweise für die Wirksamkeit dieser Interventionen bei der Verbesserung der Symptome (11), und viele Patienten berichten von der Anfälligkeit für Nebenwirkungen, was ihre Versorgung und Studien zu wirksamen Medikamenten vor weitere Herausforderungen stellt (14). Das Fehlen konsistenter Ergebnisse wird auf eine geringe Anzahl von Studienproben, die Verwendung unspezifischer Kriterien für die Teilnahme und die fehlende Berichterstattung über verwirrende Variablen wie Polypharmazie zurückgeführt. In jüngerer Zeit wurden vielversprechende Ergebnisse für die Off-Label-Anwendung von niedrig dosiertem Naltrexon (LDN), einem Opioidrezeptor-Inhibitor zur Behandlung von Drogen- und Alkoholabhängigkeit, berichtet. Die Behandlung von ME/CFS-Patienten mit LDN stellte die TRPM3-Ionenkanaldysfunktion in NK-Zellen wieder her (11). Darüber hinaus berichteten 73,9% der 218 ME/CFS-Patienten, die routinemäßig LDN einnahmen, über einen verbesserten Schlaf und reduzierte Schmerzen und neurologische Störungen (15). Obwohl es einen potenziellen Nutzen bei der Anwendung umfunktionierter Therapeutika bei der Behandlung von ME/CFS gibt, sind klinische Studien erforderlich, um diese Behauptungen zu untermauern.
Eine wichtige Forschungsherausforderung ist das Fehlen eines validierten Biomarkers, eines laborbasierten Tests und eines Tiermodells, das wahrscheinlich auf Inkonsistenz in Protokollen wie Zellisolierung, Probentyp und Technik zurückzuführen ist. Diese Herausforderungen bieten wichtige Lektionen für die Erforschung von Long Covid. Durch die Entwicklung interdisziplinärer und konsistenter Forschungsprotokolle kann der Pathomechanismus von ME/CFS und Long Covid aufgeklärt werden. Das jüngste Interesse an der Überschneidung zwischen ME/CFS und Long Covid wirft mehrere Fragen auf, z. B. ob Long Covid eine Person für ME/CFS prädisponiert und ob eine Person Long Covid oder ME/CFS hat. Die Forschung zur Ätiologie von ME/CFS und Long Covid sollte gleichzeitig den Mechanismus und den diagnostischen Ansatz für beide identifizieren. ME/CFS stellt ein erhebliches Gesundheitsproblem dar und wurde in letzter Zeit seit dem Auftreten von Long Covid ernster genommen, und ein erneuter Fokus auf Diagnose-, Forschungs- und Behandlungspraktiken ist erforderlich.
Der SARS-CoV-2-Rezeptor, ACE2, befindet sich auf Perizyten, kontraktilen Zellen, die Kapillaren umschließen, die den Blutfluss von Gehirn, Herz und Nieren regulieren. ACE2 wandelt vasokonsengendes Angiotensin II in vasodilatierendes Angiotensin-(1-7) um. In Gehirnscheiben aus Hamstern, die eine ACE2-Sequenz haben, die dem menschlichen ACE2 ähnelt, evozierte Angiotensin II allein nur eine kleine Kapillarversengung, rief aber eine große perikytvermittelte Kapillarversengung hervor, die von AT1-Rezeptoren in Gegenwart der SARS-CoV-2-Rezeptor Die Wirkung der RBD wurde durch Blockierung von ACE2 nachgeahmt. Eine mutierte, unverbindliche RBD potenzierte keine Verengung. Eine ähnliche RBD-potenzierte Kapillarverengung trat in menschlichen kortikalen Scheiben auf. Diese Verengung spiegelt eine RBD-induzierte Abnahme der Umwandlung von Angiotensin II in Angiotensin-(1-7) wider. Das klinisch verwendete Medikament Losartan hemmte die RBD-potenzierte Verengung. So könnten AT1-Rezeptorblocker bei SARS-CoV-2-Infektionen schützen, indem sie pericytvermittelte Blutflussreduktionen im Gehirn und vielleicht im Herzen und in der Niere reduzieren.
@buga
Das habe ich von Twitter, von Herrn Professor Schieffer.
https://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMc2205667?articleTools=true
@griev das Ohrenrauschen kam bei mir vom erhöhten Puls, so meine Theorie. Beim HNO war alles in Ordnung und als ich Betablocker bekam wurde es besser und verschwand irgendwann ganz.
1. Biontec 21.05.2021 2. Biontec 19.07.2021
Danach Fieber, Gürtelrose, Kurzatmigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen in Nieren
Über Monate Schmerzen in Lunge, Armen, Beinen, Atemnot, Herzstiche, Schwindel, Ohrensausen, Müdigkeit, Schwäche, hoher Puls , Regel blieb Monate aus
Hallo Marion,
Bin neu hier im Forum. Ich habe seit 2 Wochen auch wieder starke Darmprobleme- Verstopfung und Durchfall im Wechsel mit permanenten Globusgefühl. Eine Bekannte (Ärztin) vermutet 'Paradoxe Diarrhoe'. Das gleiche hatte ich vor einem Jahr. Im Krankenhaus sah man im Ultraschall, die Darmperestaltik geht in die verkehrte Richtung. Aber eine Ursache wurde nicht gefunden. Es wurde auch keine Anstalten gemacht, danach zu suchen. Den Piex darf man natürlich nicht ansprechen....
Viele Grüße Andrea
@anulinka danke für die Rückmeldung! Ich bin gespannt was meine Blutubtersuchung ergibt (mein HA tippt auf einen Eisenmangel 🤷🏼♀️). Vom Essen her könnt ich‘s echt nicht sagen. Manchmal ist’s nach einer Karotte arg, andere Male wird es nach dem Essen besser.. ich warte ab und nehm wieder braver meine NEMs und wage wieder das kalte Duschen 😬
Seit 2. BioNTech 09/21:
- Schwindel für mehrere Stunden pro Tag
- Herzrasen (wieder weg)
- Brustenge (wieder weg meistens)
- extreme Verspannungen HWS u Rücken
- Kribbeln am Hinterkopf (wieder weg)
- Nervenschmerzen seitlich am Hals zum Hinterkopf hin (weg)
- Wahrnehmungsstörungen (kommen und gehen)
- Wortfindungsprobleme (weg)
- Wadenschmerzen im linken Bein
- Brennen/Kribbeln auf Fußsohlen u Handflächen; Taubheit/Kribbeln auf Zunge;
- Darmprobleme (Druckschmerzen im Oberbauch)
derzeitige Symptomatik 06/23:
- vereinzelte Tage/Stunden mit Schwindel (war zT monatelang fast weg)
- Kribbeln auf Fuß-und Handflächen oft (primär wenn ich liege)
- Verspannungen im Rücken Unerwarteter Bandscheibenvorfall ohne Vorgeschichte 01/23; musste operiert werden.
- Druckschmerzen im Oberbauch fast täglich; ohne Befund. Zusätzlich Verdauungsbeschwerden
- Hoher Ruhepuls
Hallo Andrea
Ich hatte auch Durchfälle, Verstopfung und irgendwie aufgebläht bei mir ist der Candida Pilz durch die Impfung reaktiviert worden und meine Histaminunverträglichkeit ist durch die Impfung getriggert worden ich achte jetzt auf Histaminliberatoren die esse ich garnicht mehr und so gut wie kein Zucker mehr damit der Pilz auch weg bleibt, und nehme 3 mal Tägl. Darmflora plus select von Dr Wolz das hat mir meine Heilprakterin empfohlen und mir geht es besser Gute Besserung Lieben Gruß ☺️
Zur Zeit hab ich noch Probleme mit den Histaminen, Mastzellen, und dem Leaky Gut. Durch meine Gingseng und Gingko ist es auch Kognitiv besser geworden, nur noch ganz selten Brain fog. Die Taubheitsgefühle in den Füßen und Beinen und das Kribbeln und ab und zu das Brennen ist bisher noch nicht besser geworden. Das Schlafen ist durch 1 mg Melatonin ein wenig besser geworden.
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