StopptCovid-Studie-Abschlussbericht des RKI
Das RKI hatte zu der Studie einen Abschlussbericht erstellt, siehe
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/StopptCOVID-Bericht.pdf?__blob=publicationFile
Dazu hatte die Onlinezeitung telepolis kommentiert:
https://www.telepolis.de/features/Was-die-StopptCOVID-Studie-des-RKI-aussagt-und-was-nicht-9234901.html
Diesen Kommentar hatte ich dem RKI kommentarlos zugesandt. Überraschend bekam ich heute einen Kommentar des RKI zum Kommentar von telepolis:
das RKI kommentiert generell keine Berichterstattung oder Äußerungen Dritter. Unabhängig davon ist allgemein festzuhalten, dass der Differenz-von-Differenzen-Ansatz zwei Differenzen betrachtet. Erstens eine zeitliche, das ist ein Vergleich von davor zu danach und zweites eine Differenz zwischen den Untersuchungsobjekten, in diesem Fall den Bundesländern. Der Differenz-von-Differenzen-Ansatz implementiert diese als Kovariaten. Das Regressionsmodel der Fachkolleginnen und Fachkollegen des RKI implementiert die Untersuchungsobjekte ebenfalls als Kovariate. Die zeitliche Differenz wurde allerdings über die abhängige Variable dargestellt. Statt einer Differenz nutzten die Fachleute des RKI hier einen Quotienten, nämlich den R-Wert, der die relative Veränderung der Inzidenz nach vier Tagen darstellt. Damit sind der Modellierungsansatz des RKI und ein Differenz-von-Differenz-Ansatz statistisch sehr ähnlich. Ein Differenz-von-Differenzen-Ansatz ist jedoch auf Grund der Vielzahl der zu untersuchenden Maßnahmen und Maßnahmenänderungen und der damit einhergehenden Anzahl an Interaktionseffekten kaum praktikabel umsetzbar. Diese Einschränkung hat unser Modellierungsansatz nicht. Die Fachleute des RKI folgen damit wissenschaftlichen Standards, siehe z.B. https://www.thelancet.com/journals/lanpub/article/PIIS2468-2667(23)00046-4/fulltext , in dem der R-Wert und andere relative Maße favorisiert werden und der Differenz-von-Differenzen-Ansatz nicht erwähnt wird. Die nach wissenschaftlichen Maßstäben angefertigte RKI-Studie "StopptCOVID" arbeitet auch nicht mit positiven Vorfestlegungen. Vielmehr werden auch negative Outcomes dokumentiert (z.B. Maßnahmen im Einzelhandel, die in dem Modell der Studie nicht in allen Altersgruppen einen positiven Effekt aufweisen (s. Abb. 23 im Bericht)). Ziel der RKI-Studie war, die Wirksamkeit der Maßnahmen während der COVID-19-Pandemie - nicht jeglicher künftigen Pandemie - zu untersuchen. Für einen fachlichen oder wissenschaftlichen Mangel oder einen Zweifel an der Aussagekraft der Ergebnisse bestehen keine Anhaltspunkte. Unsere Studie ordnet sich gleichwohl in eine Reihe von Studien ein, die innerhalb und außerhalb des RKIs durchgeführt worden sind. Für die Pandemieplanung muss der gesamte aktuelle Forschungsstand und neben der Wirksamkeit von Maßnahmen auch deren potentielle negative Auswirkungen berücksichtigt werden, wie in der Stoppt-COVID-Studie beschrieben. Eine ausführliche Veröffentlichung des Codes ist geplant, sodass er für jeden zugänglich ist, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darauf aufbauen und darüber hinaus weitere Ansätze testen können.
Oktober 2020 Covid-19, milder Verlauf, Comirnaty 14.4.2021 ( Charge ET3045 ), 11. 11. 2921 ( SCTN4 ), ab Januar 2022 Schmerzen von Knochenmetastasen eines Lymphoms, 5-Jahre-Überlebensrate 30 %, Chemo- und Strahlen-Therapie vorerst erfolgreich. Chemonachwirkungen erheblich ( Gleichgewichtsstörungen, Benommenheit )
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