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Neuer Bericht PEI vom 23.12.2021

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(@clarissa)
Guter Freund

@modernazeiten da braucht man echt kein "Verschwörungstheoretiker" sein um auch annhand solcher Studien immer wieder feststellen zu müssen dass eigentlich alles dafür getan wird, die Impfungen gut dastehen zu lassen. Man hält auf verschiedenen Ebenen zusammen und das letztendlich zu unserem Schaden. Sehr schlimm.

 

 

 

 

Moderna Dez. 21 mit Herzrasen und Bluthochdruck, nach FSME Impfung im Juni 22 dann Beginn von Nervenschmerzen, die inzwischen zusammen mit Taubheitsgefühlen vor allem in den Füßen verortet sind. ca. ein halbes Jahr lang blaue Flecken, diese sind mit Nattokinase fast verschwunden.

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Veröffentlicht : 21/12/2024 12:29 pm
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(@modernazeiten)
Wertvolles Mitglied

Nach 1 ½ Jahren haben wir einen neue Sicherheitsbericht im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, Ausgabe 01/2025, S. 15-28:

Auswertet werden die Meldungen bis einschließlich Dezember 2024 und gegenüber dem letzten Bericht vom März 2023 hat sich nicht viel verändert; wir haben einen minimalen Anstieg auf 1,78 Meldungen pro 1.000 Impfdosen, wobei 0,32 Meldungen pro 1.000 Impfdosen als schwerwiegend hinterlegt sind. Neue Risikosignale wurden nicht identifiziert.

Das Institut nimmt gnädigerweise eine Unschärfe zugunsten höherer Nebenwirkungs-Quoten in Kauf, weil seit letztem Juli nicht mehr erfasst wird, wie viele Menschen gegen Covid-19 geimpft werden. Diese dürfte verschwindend gering sein, weil seither lediglich 150 Meldungen über den darauffolgenden Zeitraum erfasst wurden – die übrigen Neu-Meldungen bezogen sich sämtlich auf die Zeit davor, überwiegend die Jahre 2021/2022. Das klingt für mich leider nicht so, als würde sich noch groß Mühe gegeben, die Datenbasis zu verbessern. Auch fanden weder die aktiv totgeschwiegene SaveVac 2.0 App noch die RiCO Machbarkeitsstudie Erwähnung, welche dazu dienen hätte sollen, dem gesetzlichen Auftrag der gem. Bundestagsbeschluss (Drs. 19/23944 von Nov 2020) über die Anpassung des IfSG nachzukommen und endlich einen Abgleich der Nebenwirkungsmeldungen mit den Diagnosedaten der Krankenversicherungen zur Verbesserung der Datenqualität vorzunehmen.

Erneut wurden die Todesfälle ausgewertet: 74 von 3086 wurden als konsistent gewertet, 464 als inkonsistent, den Rest können sie nicht einstufen, weil ihnen Daten fehlen. Duplikate und Meldungen von den Herstellern wurden bereits rausgerechnet. Es gibt keine Übersterblichkeit jüngerer Altersgruppen und sogar weniger Fälle als vor 1 ½ Jahren, da sie mehr Dubletten identifiziert haben.

Post-Vac gibt es immer noch nicht, aber sie schreiben immerhin drei Seiten lang drüber. Sie identifizieren mittlerweile 2588 Fälle (über die bewährte Stichwortsuche); bei den meisten davon beschweren sie sich darüber, dass ihnen wichtige medizinische Informationen fehlen – oder dass die überdurchschnittlich vielen Symptome unpräzise durch nicht-Fachkräfte angegeben wurden. Inwieweit sie sich Mühe geben, diese nachzufordern, sei mal dahingestellt: bei mir hat nie jemand nachgefragt, folglich gehöre ich offenbar zu den 919 gemäß Post-Covid-Falldefinition beurteilbaren Fällen (offensichtlich ist üblicherweise v.a. der genaue Abstand des Symptombeginns zum Impfdatum nicht bekannt – mit Verweis auf Scholkmann und May). Nach wie vor sind doppelt so viele Frauen wie Männer betroffen (diesmal kein Kommentar zur Wehleidigkeit des schwachen Geschlechts). Die Post-Vac-Fall-Kandidaten verteilen sich auf die einzelnen Impfstoffe in etwa so wie auch in der Bevölkerung geimpft wurde (Quelle Digitales Impfquoten-Monitoring COVID-19, Datenstand: 09.07.24, 08:00 Uhr).

Impfstoff

Post-Vac

Impfungen

Rate

Astra

133

12.805.337

1,039E-05

J&J

46

3.768.545

1,221E-05

Biontech

1884

138.487.852

1,360E-05

Moderna

453

31.684.275

1,430E-05

Novavax

8

161.076

4,967E-05

 

 

 

 

Gesamt

2524

186907085

1,350E-05

Prozentual nach Gesamtzahl aufgeteilt ist das wirklich zu vernachlässigen:

Impfstoff

Post-Vac

Impfungen

Astra

5,27 %

6,85 %

J&J

1,82 %

2,02 %

Biontech

74,64 %

74,09 %

Moderna

17,95 %

16,95 %

Novavax

0,32 %

0,09 %

Aber: das wussten wir schon, hier im Forum sind alle Impfstoffe recht repräsentativ vertreten. Sie fassen die Inzidenz mit 1,3 pro 100.000 Impfungen zusammen: mit meiner unvollständigen Liste an Impfstoffen käme ich korrekt gerundet auf 1,4 aber das liegt nur daran, dass ich nicht alle Impfstoffe auswerte.

Und ME/CFS (betitelt mit Chronisches Ermüdungssyndrom) wird nun als AESI (unerwünschte Reaktionen von besonderem Interesse) hervorgehoben, u.a. weil sich die Meldungen dazu im Gegensatz zu den übrigen AESI seit dem letzten Bericht glatt verdoppelt haben (überwiegend bezogen auf alte Impf-Ereignisse).

Bei einer angenommenen Hintergrundinzidenz von 2,66 Prozent in der erwachsenen Bevölkerung ist die Melderate von 0,72 bezogen auf 100.000 Impfungen weiterhin unauffällig.“

Hierzu sei gesagt, dass die in diesem Rahmen zitierte RECOVER-Studie die Inzidenz von 2,66 pro 100 Personenjahre ME/CFS-Betroffene auf Covid-Infizierte bezieht. Die Rate unter Nicht-Infizierten fassen sie bereits im Abstract mit 0,93 pro 100 Personenjahre zusammen (um zu zeigen, dass Covid ME/CFS auslösen kann). Hier werden so derbe Äpfel mit Birnen verglichen, es ist zum verrückt werden. Und die 1,3 Post-Vac pro 100.000 Impfungen von weiter oben vergleichen sie hier mal besser gar nicht (wäre auch genauso wenig korrekt).

Interessant war noch die Aufschlüsselung der Impfstoffe: hier waren erneut sämtliche neueren Impfstoffe (also an Omikron-Varianten angepasste oder bivalente, oder eben auf Protein-Basis entwickelte) Nebenwirkungs-freudiger. Natürlich nur, solange wir Astra Zeneca und J&R rausrechnen, die haben schon immer noch ein hartes NW-Profil. Wieder kein Wort dazu, warum das so sein könnte.

These 1: es ließen sich später nur noch die Gebrechlichen impfen und die hätten nun mal mehr Nebenwirkungen; das ist schwierig nachzuprüfen, da diese Daten nicht sauber erhoben werden. Die Sicherheitsberichte schweigen sich aus, was daran liegen dürfte, dass ein dicker Teil der Meldungen gar keiner Altersgruppe zugeordnet ist. Hier mal eben zusammengebastelt aus der Veröffentlichung der Verdachtsfallmeldungen des PEI vom Beginn der Impfkampagne bis Ende 2023.

Altersgruppe

Anzahl Fälle

keine Angabe

37892

60 Jahre und älter

146154

18-59 Jahre

773889

7-17 Jahre

15157

12-17 Jahre

971

7-11 Jahre

1

2-6 Jahre

801

0 – 22 Monate

66

Dem könnte man wieder versuchen, das Impfquotenmonitoring gegenüberzustellen (hier: Anteil der zum zweiten Mal geboosterten an der Altersgruppe):

Impfquote Zweite Auffrischimpfung

Gesamt-bevölkerung

12-17 Jahre

18+ Jahre

 

 

Gesamt

18-59 Jahre

60+ Jahre

16,2

1,2

19,4

7,3

41,5

Wenn die Meldungen wirklich primär durch Auffrischer kämen, würde man bei der Gruppe 60 Jahre und älter einen höheren Anteil der Meldungen erwarten.

Das Alter können wir damit entkräften; klar gibt’s auch jüngere Vulnerable, aber anteilsmäßig sollten es nicht so viel ausmachen.

These 2: die Medien sind schuld mit ihrer überwältigenden Berichterstattung zu Nebenwirkungen. Stand jetzt nicht mehr ganz so deutlich im Bericht, aber es wurde natürlich wieder erwähnt. Und wir alle haben natürlich einen anderen Eindruck, aber ja: am Anfang der Impfkampagne hat sich niemand getraut zu bemerken, dass er (oder sein Patient) eine meldetaugliche Nebenwirkung aufweist; das wurde später einfach etwas normaler.

These 3: wiederholter Kontakt mit dem Spike-Protein ist ungesund. Für mich persönlich gilt das ganz sicher: ich habe an Covid-Infektionen schon zu knabbern, warum sollte nicht auch ein wiederholt Geimpfter, der bislang keine Probleme hatte, beim dritten oder achten Booster doch mal welche bemerken?

Also, wie immer ein Bericht, der mehr Fragen aufwirft, als er klärt. Wird uns bei den Versorgungsämtern nicht weiterbringen; auch nicht vor dem Sozialgericht.

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 1 Tag von ModernaZeiten

w, 39, 2x Moderna (Jul+Aug '21)
seit 1. Impfung anhaltende Myalgien, erhöhte Verletzungsanfälligkeit, eingeschränkte Belastbarkeit
seit 2. Impfung in Schüben Parästhesien und Palpitationen, Raynaud-Syndrom
Covid-Infekt Feb '22
Symptome quasi ohne Besserung; permanent Schwindel und Muskelschmerzen

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Veröffentlicht : 01/04/2025 9:49 pm
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(@borusse)
Neuling

Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung.

In Sachen Versorgungsamt möchte ich an dieser Stelle anmerken:

Ich habe auch die Diagnose ME/CFS, mir hat das Landesversorgungsamt angeboten das Verfahren für ein Jahr auszusetzen, da man bis dahin davon ausgeht neue Erkenntnisse zu haben. Diese Vorgehensweise wurde schon im Herbst 2024 angekündigt und bestätigt ja man bemerkt die Verdoppelung der Zahlen und will so erstmal die große Flut an Klagen aufhalten. Habe persönlich eine Hoffnung von vielleicht 1 Prozent, das es neue Erkenntnisse geben wird.

VG

ME/CFS und PEM, Muskel und Gelenkschmerzen, Brain Frog, Schlafstörungen. Lt. Neuropsychologischen Gutachten 20 Minuten Aufmerksamkeit im Erschöpfungszustand, ausgeruht 35 - 45 Minuten, Beschwerden eine Woche nach Biontech Impfung im Mai 2021.

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Veröffentlicht : 02/04/2025 7:36 am
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