Einmal alles umgekrempelt

Hallo,

ich wurde am 29.06.2021 im Alter von 36 Jahren mit Biontech 1x gegen Covid 19 geimpft.
Eigentlich wollte ich mich erstmal nicht impfen lassen, ich hielt es zum einen bei mir nicht notwendig, zum anderen habe ich diesen Impfstoffen nicht vertrauen können. Meine Eltern wurden ohne Nebenwirkungen mit Astrazeneca geimpft.
Ich litt wohl unter dem gesellschaftlichen Graben, den ewigen Diskussionen zwischen beiden Lagern. Also habe ich in einem Impfzentrum einfach mal einen Termin ausgemacht.

Es war ein schöner Tag, 24h vorher hatte ich meine Mentruation bekommen (immer regelmäßig) und ich ging guter Dinge zum Impfen. War auch alles gut, mich störte nur, dass niemand mit einem diese gefühlten 20 Seiten Aufklärungsbogen durchging. “Haben Sie alles unterschrieben?Ja? Ok, dann machen wir mal.”

Am nächsten Morgen war meine Monatsblutung verschwunden, als ob sie nie da gewesen war. Mein linker Unterarm (Impfarm) schmerzte wie bei einer Sehnenentzündung, in Abwechslung mit Taubheit, und ich konnte Ring-und Mittelfinger nicht mehr bewegen und hatte leichte Kreislaufbeschwerden. Ich schob es auf das Wetter. 4 Tage nach der Impfung war der Arm wieder ok, dafür lag ich Freitags nach der Arbeit das komplette Wochenende mit eigenartigen Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit im Bett. Ich konnte nicht mehr laufen, gerade so nur kriechen. Gelegentliche habe ich gerade im Sommer Migräne und ich dachte, sie hätte ein neues Level erreicht.

Danach war alles wieder gut, bis ich 2 Wochen später wieder so etwas in der Art hatte, allerdings mit Lähmung der rechten Körperhälfte. Schlaganfall – lt. Befund der 2.
Im Rettungswagen und in der Notaufnahme sagte man mir, ich soll den behandelnden Ärzten sagen, dass ich eine Impfung hatte.
Nachdem am 4. Tag keine Ursache gefunden werden konnte, stelle ich vorsichtig die Frage, ob es vielleicht einen Zusammenhang geben könnte. Nach dieser Frage kippte die Stimmung und ich wurde entlassen mit den Worten “Sie sind gesund, gehen Sie in Ihren Alltag zurück.” Keine Anschlussbehandlung, nichts. Es wurde nicht mehr mit mir gesprochen.
Mein Hausarzt war leider im Urlaub und alle Ärzte irgendwie mit mir ratlos überfordert. In den daurauffolgenden Monaten war ich bei 8 Ärzten – 3 sahen einen Zusammenhang mit der Impfung, 2 wollten darüber gar nicht reden und 3 andere behandelten mich wie einen Schwerverbrecher. Selbst Zusammenhänge zwischen Impfung und der Menstruationsstörung die ersten Monate danach wurden abgelehnt.

Zurück in der Gesellschaft wurde ich sowohl von Impfgegnern (nicht den Skeptikern, bitte unterscheiden) und stolz Geimpften angefeindet. Selbst im (Ex-)Freundenkreis. Was ich zu hören bekam, war verachtend und könnte durch keine Entschuldigung je wieder gut gemacht werden.

Was ist geblieben?
Ich kämpfe gegen meine “Schlaganfall-Demenz”, es wird besser und versuche meinem Körper langsam wieder vertrauen zu können.
Ich bin eigentlich den Umständen wieder fit, allerdings habe ich machmal plötzliche ungeklärte Leistungseinbrüche, gekoppelt an Herzrasen und kämpfe mit manchen vielleicht neurologisch bedingten Symptomen. Ob das mit dem Schlaganfall zusammenhängt, weiß ich nicht, kann auch niemand sagen.

Viele Grüße

Linda

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