Benachrichtigungen
Alles löschen

Neuropathie

Seite 6 / 7
 
(@compityp)
Aufstrebendes Mitglied

@jfp 

Hallo, bei mir ging es gut 2-3 Wochen nach der ersten Imfpung los - bin als erstes mit Astra und dann bei der 2. Impfung mit BionTec geimpft worden. Nach der 2. verstärkten sich die Auswirkungen wie mattes Gefühl und kraftlos in den Unterarmen sowie Unterschenkel. Konzentrationsprobleme sowie bleierne Müdigkeit. 

Anfang Juli wurde im Krankenhaus eine Polyneuropathie festgestellt.

 

Gruß compityp

 

 

März 2021 Astra, Mai 2022 Biontech
Polyneuropathie & Chronisches Fatigue-Syndrom

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/10/2025 2:16 p.m.
(@nabo)
Anfänger

@jfp meine Symptome einer polyneuropathie fingen 10 Wochen nach der zweiten Impfung an. Eine SFN ist bestätigt, zusätzlich wurden Acetylcholin AK gefunden und sehr hohe ANA Werte. Mein Körper hat mit einer Autoimmunreaktion auf die Impfungen reagiert. Das ist leider auch nicht mehr reversibel. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/10/2025 9:15 p.m.
(@help100)
Experte

@jfp 

Zuallererst finde ich es ganz außergewöhnlich und unglaublich aufmerksam, dass Sie sich im Forum nach Informationen umhören. Das freut mich ungemein!

Viele Gutachter (auch meiner) ignorieren erstaunlicherweise den Unterschied zwischen erster und zweiter Impfung.

Bei mir traten die Nebenwirkungen bei der ersten Impfung erst am Abend auf, nachdem ich am frühen Vormittag geimpft worden war. Bei der zweiten Impfung hatte ich bereits eine Viertelstunde nach der Impfung ein leichtes Watte- bzw. Schwindelgefühl, eineinhalb Stunden später brach die Hölle los. Die Gutachter fanden das eine zu schnelle Reaktion, als dass das von der Impfung gekommen sein könnte. Dabei wurde konsequent ignoriert, dass eine Impfung mit dem Virus vertraut machen soll, um beim nächsten Kontakt eine so schnelle Immunreaktion zu triggern, dass im Idealfall gar kein oder zumindest kein schwerer Infekt entsteht.

Insofern sind schnelle Reaktionen nach der zweiten Impfung völlig plausibel. In der Regel wird das wie gesagt jedoch gutachterlich ignoriert.

Ebenso ignorieren die Gutachter gerne eine "Re-Challenge", also das wiederholte Auftreten von Symptomen bei wiederholter Impfung, was ein starker Hinweis auf einen Kausalzusammenhang ist (Reproduzierbarkeit).

Außerdem stehen im ersten Sicherheitsbericht des PEI vom 04.01.2021 auf Seite 5 noch Beschreibungen von Adverse Events, die Ähnlichkeit mit Anaphylaxie hatten, aber dann doch nicht als Anaphylaxie interpretiert worden sind. Darunter eine junge Frau, die 15 Minuten nach der Impfung Kopfschmerzen, Atemnot, Synkope, erhöhter Blutdruck und Herzfrequenz erlitt. Außerdem eine 62-jährige Frau, die 90 Minuten nach der Impfung für ca. 1-2 Minuten Kribbeln am Gaumen, den Händen und den Oberschenkeln verspürte. Nach jeweils 15-20 Minuten Symptomfreiheit wiederholten sich diese minutenlangen Episoden noch 2x.

Beide Reaktionen waren also sehr schnell. Ob das die erste oder zweite Impfung war ist nicht beschrieben.

In den Analysen der EMA zu Parästhesien / Hypoästhesien steht darüber hinaus nur, dass ca. 70% der Fälle innerhalb des ersten Tages der Impfung aufgetreten sind. Weitere Informationen gibt es nicht. Es gibt also keine Daten, die die Einschätzung stützen, dass 15 Minuten zu schnell ist für eine Reaktion auf die Impfung. Das ist pure Spekulation.

GLG

2x geimpft mit Comirnaty im Mai 2021.
Direkt nach der Impfung extremes Nervenkribbeln von Kopf bis Fuß, Muskelschmerzen und -verhärtungen
Seitdem Nervenkribbeln, Bluthochdruck, Schwindel und phasenweise Muskelschmerzen
Diagnostiziert wurden: Small Fiber Neuropathie, vegetative Dysfunktion (Puls- und Blutdruckregulierung), Hyperaldosteronismus

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24/10/2025 2:08 p.m.
ModernaZeiten und Albert gefällt das
(@help100)
Experte

@jfp

Für Dein Gutachten muss ichvielleicht spezifizieren, was ich mit "Hölle losbrechen" meine.

Es war ein Gefühl, als würde mir jemand vom Kopf aus Eiswasser ins Blut infudieren. Innerhalb von Sekunden fing am gesamten Körper inklusive Gesicht, Lippen, Mundhöhle und Zunge ein Kribbeln und Brennen an. Die tiefen Muskeln am gesamten Rücken wurden steinhart und fühlten sich an wie Geschwollen und wurden später auch heiß. In den folgenden Tagen habe ich keine Erinnerung an das Kribbeln, da die Muskelschmerzen so extrem waren (10 von 10). Ich konnte nicht schlafen und war völlig fertig. Nach einer Woche massiver Quälerei bin ich zum Arzt und habe 20 mg Prednisolon für 5 Tage eingenommen. Die Muskeln wurden sofort wieder weich und unerträgliche der Schmerz ging. Da habe ich bemerkt, dass mein Körper immer noch kribbelte und mir auch schwindlig war. Mein Blutdruck war bei 175 zu 120. Mein Arzt sagte, daß käme sicher vom Stress und den Schmerzen. In dieser Zeit (zweite Woche nach der Imfpung) kamen dann auch Attacken von Herzrasen dazu, die mich mitten in der Nacht aufweckten. Ich dachte, ich sterbe.

Das Brennen und Kribbeln ist bis heute geblieben, ebenso wie jeder Infekt dafür sorgen kann, dass die Muskeln wieder verkrampfen, brennen und schmerzen.

Den Schwindel habe ich im Griff, seit meine Kardiologin eine autonome Dysfunktion im Kipptisch (Puls blieb gleich, Blutdruck stieg), sowie eine gestörte Renin- und Aldosteronproduktion diagnostiziert hat. Jetzt nehme ich ein Spironolacton und alles ist diesbezüglich fein. Ansonsten liegt meine intraepidermale Nervenfaserdichte bei einer Probenentnahme bei 0.26. Eine SFN wurde damit (und mit der autonomen Dysfunktion) diagnostiziert.

GLG

2x geimpft mit Comirnaty im Mai 2021.
Direkt nach der Impfung extremes Nervenkribbeln von Kopf bis Fuß, Muskelschmerzen und -verhärtungen
Seitdem Nervenkribbeln, Bluthochdruck, Schwindel und phasenweise Muskelschmerzen
Diagnostiziert wurden: Small Fiber Neuropathie, vegetative Dysfunktion (Puls- und Blutdruckregulierung), Hyperaldosteronismus

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/10/2025 9:20 a.m.
(@annika)
Neuling

@jfp doch, ich hatte erst demyelinisierende sensomotorische PNP und dann axonale sensorische PNP, keine Verschlechterung, wie ich finde aber doch, da axonal. Mein Hauptproblem ist, dass die Füße etwas kraftlos sind und wenig Rückmeldung geben, wenn du dafür eine Idee hast.. Ich hatte starke Schübe, daher habe ich und andere (ärzte) überlegt, ob das GBS oder CIDP sein kann, aber im KH wurden mir die Schübe nicht geglaubt. Danke.

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 25/10/2025 3:09 p.m.
(@annika)
Neuling

@nabo magst du mir schreiben, was bei dir untersucht wurde und was zurückgeblieben ist? Ich habe vor allem Probleme mit den Füßen, wackeligen Beinen und großer Erschöpfung und langer Erholungszeit (meist im Bett)

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 25/10/2025 3:11 p.m.
(@nabo)
Anfänger

@annika intersucht wurde in den letzten Jahren vieles. Vor allem neurologische Untersuchungen wurden viele gemacht. Wie VEP, MEP, NLG und EMG. Im Blut wurde Myosits, Myasthenie, Sjörgren und etliches mehr untersucht, auch auf MS Es waren so viele Untersuchungen das ich auch nicht mehr alles zusammen bekomme. 

Nachgewiesen werden konnte eine Myasthenie, eine SFN und Verdacht auf Sjörgren. Bei mir kam immer mehr dazu wie du siehst, erholt hat sich nichts mehr. Aber Medikamente, wie u.a. Prednisolon wirken nicht daher sind sämtliche Ärzte ratlos und wissen eigentlich nicht was genau ich nun habe. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26/10/2025 5:59 a.m.
(@annika)
Neuling

@nabo was ist denn Myasthenie? Ich denke, dass das alles eins ist. Früher waren diese Erkrnakungen getrennt, weil es nur bestimmte Auslöser gab. Dieser Impfstoff schwächt den Körper multisystemisch. Ich wundere mich daher, dass nicht jeder ME CFS hat, aber vermutlich ist das schweregradbedingt.  Bei Multisystemerkrankungen kann sowieso nur eine allgemeine Stärkung und Entgiftung helfen, die an den verschiedensten Baustellen ansetzt. Das können Schulmediziner nicht.

Ich war beispielsweise bei einem Rheumatoologen und zweimal stationär in der Neurologie, in verschiedenen Krankenhäusern, und vom Rheumatologen bekomme ich keinen Bericht, vom Krankenhaus keinen abschließenden Bericht, ich hatte mehrere schwere Entzündungsschübe aber offenbar kein Recht auf eine Behandlung mit Medikamenten, die man für CIDP einsetzt. Prednisolon hat mir nämlich sehr geholfen, und mir wurde im Augusta Hospital Hattingen unterstellt, dass ich lüge und in beiden Krankenhäusern, dass ich mir die Symptome ausdenke.

Auf einen Termin in der Fatigue Ambulanz in der MHH warte ich auch schon seit mehr als einem Jahr.

@jfp

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 26/10/2025 11:03 a.m.
(@annika)
Neuling

@nabo was ist denn Myasthenie? Ich denke, dass das alles eins ist. Früher waren diese Erkrnakungen getrennt, weil es nur bestimmte Auslöser gab. Dieser Impfstoff schwächt den Körper multisystemisch. Ich wundere mich daher, dass nicht jeder ME CFS hat, aber vermutlich ist das schweregradbedingt.  Bei Multisystemerkrankungen kann sowieso nur eine allgemeine Stärkung und Entgiftung helfen, die an den verschiedensten Baustellen ansetzt. Das können Schulmediziner nicht.

Ich war beispielsweise bei einem Rheumatoologen und zweimal stationär in der Neurologie, in verschiedenen Krankenhäusern, und vom Rheumatologen bekomme ich keinen Bericht, vom Krankenhaus keinen abschließenden Bericht, ich hatte mehrere schwere Entzündungsschübe aber offenbar kein Recht auf eine Behandlung mit Medikamenten, die man für CIDP einsetzt. Prednisolon hat mir nämlich sehr geholfen, und mir wurde im Augusta Hospital Hattingen unterstellt, dass ich lüge und in beiden Krankenhäusern, dass ich mir die Symptome ausdenke.

Auf einen Termin in der Fatigue Ambulanz in der MHH warte ich auch schon seit mehr als einem Jahr.

@jfp

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 26/10/2025 11:04 a.m.
 JFP
(@jfp)
Neuling

@compityp 
Hallo und guten Abend,
ganz herzlichen Dank für diese ergänzenden Infos.
Viel Grüße und alle guten Wünsche
FJP

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26/10/2025 11:33 p.m.
 JFP
(@jfp)
Neuling

@help100 

Hallo und guten Abend,

gerade kann ich mich durch die Forumsmitteilungen "hindurch pflügen".
Ganz herzlichen Dank für diese ausführliche Ablaufschilderung, die ich bestens im Gutachten verwerten kann.
Ich kenne auch aus eigener ärztlicher Anschauung Fälle, bei denen es in sehr kurzer Zeit zu systemischen Impfnebenwirkungen gekommen ist, auch neurologischen, teils nach Tagen wieder weg, teils bleibend, aber dieses Phänomene werden gerne ausgeblendet und ignoriert, auch von Gutachtern. Denn was nicht sein darf, kann und soll auch nicht sein.  🙂

So etwas habe ich auch schon einmal direkt nach einer Grippeimpfung erlebt (lange vor COVID), auch mit neurologischen Symptomen inkl. Meningismus und Benommenheit, beginn nach 30 Minuten, aber aus naheliegenden Gründen stellen die "segensreichen" Impfungen mit mRNA oder Virus-DNA hinsichtlich Häufigkeit solcher Komplikationen alles bisherige in den Schatten.

Daher bin ich für jede Kasuistik dankbar, denn wenn es keine oder nur wenige Publikationen hierzu gibt, kann man wenigstens zunächst einmal auf diesem Weg empirisch unternauern, dass es solche Dinge gibt (auch wenn manche Akteure sie nicht gerne sehen wollen).

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen!
JFP

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26/10/2025 11:51 p.m.
Help 100 gefällt das
 JFP
(@jfp)
Neuling

@annika 

Hallo Annika,

dass es Kombinationsformen gibt, bei denen die Markscheide und Axone in wechselnder Gewichtung geschädigt werden, ist nicht ungewöhnlich. Ich schicke Dir mal im Anhang eine Graphik aus einer Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt, aus der die geschädigten Nervenstrukturen in Anhängigkeit von den schädigenden Faktoren anschaulich hervorgehen. 
Quuelle: Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 83-90; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0083
Was die Therapiemöglichkeiten einer Neuropathie bei Post VAC betrifft, versuche ich mich noch weitergehend schlau zu machen und gebe Dir dann Nachricht.

Liebe Grüße
JKP

Grafik Pathophysiologie
AntwortZitat
Veröffentlicht : 26/10/2025 11:58 p.m.
 JFP
(@jfp)
Neuling

@annika 

Hallo Annika,

vermutlich wird es noch bessere Optionen als Prednisolon geben, da mache ich mich noch schlau (man muss ja immer Leute kenenn, die man fragen kann und die vielleicht etwas wissen, was man selbst nicht weiß, das gilt natürlich immer in beide Richtungen), aber dennoch verstehe ich nicht, weshalb man Dir Prednisolon vorenthält, wennes sichtlich hilft. Denn dass es zu systemischen Inflammationen gekommen ist, liegt doch auf der Hand, und die werden nun mal von Prednisolon abgemildert, wenn auch unspezifisch. 

Natürlich ist eine längerfristige Einnahme nicht unproblematisch, auch sollte man von vornherein mit Vitamin D (ggf. plus Calcium) (Osteoporoseprophylaxe) und einem Protonenpumpenhemmer zum Magenschutz einsteigen, was dann eine regelmäßige Einnahme von insgesamt 3-4 Tabletten pro Tag bedeutet. 

Je nach klinischem Bild sollte man mit einer mittleren oder hohen Dosis des Prednisolon starten und dann die Dosis schrittweise herabsetzen, so weit es klinisch geht. So viel wie nötig, so wenig wie möglich.  🙂

Wenn man es schafft, auf eine Erhaltungsdosis von etwa 2,5 oder 3,5 mg herunter zu kommen, könnte man versuchen, auf ein pflanzliches Antiphlogistikum umzusteigen (Commiphora Mukul, erhälich aus einer Apotheke in Wien, die es als magistrale Rezeptur herstellt). Denn das hat nach meiner eigenen Erfahrung (zumindest bei entzündlich-rheumatologischen Krankeitsbildern, z.B. Morbus Bechterew mit peripherer Gelenkbeteiligung) eine Wirkung, die etwa 3,5 mg Prednisolon entspricht, aber ohne die Kortison-typischen Langzeit-Nebenwirkungen. Leider zahlt das keine Krankenkasse. Nach Info eines befreundeten Kollegen aus Asien soll Commiphora Mukul das insgesamt stärkstwirksame pflanzliche Antiphlogistikum sein. 

Ich hoffe, dass sich Deine Ärzte bei Dir votr Ort erbarmen und Dir Prednisolon aufschreiben. Falls nicht,  könnte ich Dir aus der Patsche helfen.  🙂

Liebe Grüße
JFP

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/10/2025 12:16 a.m.
(@annika)
Neuling

@jfp  dankesehr. Ich weiß nicht, ob ich es geschrieben habe, bekomme gerade wieder einen Schub glaube ich, wegen Belastung und Stress, mit Migräne, tauben Zehen und Brenngefühl, Schwäche und eine Art Darmverkrampfung. Vllt.azch nicht, "nur Migräne", aber habe schon dem Neurologen gescrieben wegen Preddnisolon. Er verschreibt mir das, Krankenhaus hat aber nichts gebracht, Hattingen, auf CIDP spezialisiert aber Chef im Urlaub. Und einfach behauptet, ich hätte keine Schübe. Oberarzt war kein Freund von Impfkritikern. Allerdings ist Neurologe wohl im Urlaub. Ich muss ihm immer genau sagen, wieviel ich haben will, er wollte, dass das Krankenhaus einen Therapievorschlag macht, das hat nicht geklappt.

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 27/10/2025 12:07 p.m.
(@sika)
Vertrauenswürdiges Mitglied

@jfp Hallo, darf ich fragen, wie die NW der Grippeimpfung geheilt sind und wie lange die Heilung gedauert hat?Vielen Dank!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 29/10/2025 1:26 p.m.
Seite 6 / 7
Teilen: